Die Zörbiger Saftbahn

Strecken - Ereignisse ab 2001


Veränderteter Fahrzeugeinsatz

Am 05.02.2001 wurde die Bahnstrecke, in einen neuen Fahrzeugumlauf der DB Regio integriert. Leider mussten die Bahnreisenden eine Qualitätsverschlechterung hinnehmen, da einachsige Triebwagen der BR 771 / 772 eingesetzt werden. Bedingt durch den jahrelangen und unermüdlichen Einsatz dieser Triebwagen, im ostdeutschen Raum, ist die im Volksmund genannte "Ferkeltaxe" (BR 771 / 772) in die Jahre gekommen, so dass es immer wieder zu Getriebeschäden kam. Da auf der Bahnstrecke von Montag bis Freitag fast durchgehend der 1-h Takt gefahren wurde, führten solche Betriebsausfälle zu  Verspätungen.  Bis Ende September fuhren aber immer öfter die modernisierte Triebwagenbaureihe 772 vom Betriebshof Halberstadt.

Einen Fahrzeugeinsatz der "modernen Art", gab es an einem April - Tag im Jahr 2001. Anstelle einer ausgefallenen "Ferkeltaxe", kam im Berufsverkehr ein Neigetechnik-Triebwagen der Baureihe 612 zum Einsatz. Für die Fahrgäste hieß das; Zugfahren auf höchstem Niveau. Der Triebwagen 612 510 verlässt am 17.04.2001 mit ausgeschalteter Neigetechnik den Unterwegsbahnhof Zörbig.

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Einen Fahrzeugeinsatz der "modernen Art", gab es an einem April - Tag im Jahr 2001. Anstelle einer ausgefallenen "Ferkeltaxe", kam im Berufsverkehr ein Neigetechnik-Triebwagen der Baureihe 612 zum Einsatz. Für die Fahrgäste hieß das; Zugfahren auf höchstem Niveau. Der Triebwagen 612 510 verlässt am 17.04.2001 mit ausgeschalteter Neigetechnik den Unterwegsbahnhof Zörbig.


Paralleler Busverkehr zwischen Zörbig und Bitterfeld modifiziert

Ab dem 06.08.01 konnten die Bewohner von Zörbig / Großzöberitz stündlich in die Kreisstadt Bitterfeld fahren. Ein kombiniertes Verkehrsangebot von Bahn und Bus machte das möglich. Auf Anregung der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), stimmte der Regionalverkehr Bitterfeld-Wolfen GmbH (RVB) ihren Busfahrplan auf den bestehenden Zugfahrplan ab. So konnte ein Stundentakt angeboten werden. Die Bahn - und Busfahrscheine wurden von beiden Verkehrsunternehmen gegenseitig anerkannt.

Durch diese Neuerung, wurde das Angebot von der Bevölkerung rege genutzt. Bemerkbar macht sich das in den Hauptverkehrszeiten. Da die "Ferkeltaxe" nur knapp 40 Sitzplätze hatte, mussten Bahnreisende öfters nur Stehplätze in Kauf nehmen.

Auch bei Gruppenfahrten fuhren hauptsächlich Solo-Triebwagen, wobei die Deutsche Bahn auch ein Triebwagengespann zur Verfügung stellte. Nachdem sich die VWG Zörbig und Pro Bahn Gespräche mit der NASA und der Bahn führten, sollten im Herbst 2002 wieder Triebwagen der BR 628/928 verkehren.

Überbesetzte Züge fand man oft in den Hauptverkehrszeiten vor. Da nur Solo Triebwagen fuhren, reichten oftmals die Sitzplätze und die Stellflächen für die Fahrräder nicht aus. Überbesetzte Züge fand man oft in den Hauptverkehrszeiten vor. Da nur Solo Triebwagen fuhren, reichten oftmals die Sitzplätze und die Stellflächen für die Fahrräder nicht aus.

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Überbesetzte Züge fand man oft in den Hauptverkehrszeiten vor. Da nur Solo Triebwagen fuhren, reichten oftmals die Sitzplätze und die Stellflächen für die Fahrräder nicht aus.

Bei rechtzeitig angemeldeten Gruppenfahrten fuhren die Triebwagen auch mit Steuerwagen.

Landesregierung bestellt "Saftbahn" ab

Anfang Juli 2002 wurde bekannt dass die Landesregierung von Sachsen-Anhalt die Zugleistungen auf insgesamt 13 Nahverkehrsstrecken zum 1. Oktober bei der Deutschen Bahn AG abbestellen und auf Busverkehr umstellen will. Auf dieser "Streichliste" befindet sich auch die "Saftbahn".

Als Grund für die Abbestellung von ca. 350 Streckenkilometern wurden fehlende finanzielle Mittel angegeben. Angabegemäß bekommt das Land Sachsen-Anhalt aus den Regionalisierungsmitteln des Bundes zukünftig etwas weniger Geld als bisher. Es fehlen ca. 10 Mio. Euro pro Jahr. Da lag es aus Sicht der Landesregierung nahe, Strecken mit angeblich geringer Auslastung abzubestellen. Eine Entscheidung, die bei den Anliegergemeinden, Bürgern und Fahrgästen auf Unverständnis stieß. Diese hatten mit zahlreichen Protestschreiben versucht, der Abbestellung entgegen zu wirken.

Auch der Fahrgastverband PRO BAHN kritisierte die von der neuen Landesregierung in Sachsen-Anhalt betriebenen Stilllegungen von Bahnstrecken, denn auch bei der "Saftbahn" waren und sind die Fahrgastprognosezahlen positiv. Die Bahnstrecke wurde bis zur Abbestellung von durchschnittlich 185 Reisendenkilometer pro Kilometerbetriebslänge (Rkm / Km BL) frequentiert. Prognostiziert waren 500 Rkm / Km BL). Das tatsächliche Fahrgastaufkommen war in der Regel (durch Gruppenfahrten usw.) höher.

Preisgünstige Gruppenfahrten waren bei den Schulen und Vereinen beliebt. Aus Zörbig ist gerade die vollbesetzte Ferkeltaxe im Haltepunkt Grube Antonie angekommen. Nach der "bedrängnisvollen" Fahrt müssen sich die Teilnehmer erst aber einmal erholen.

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Preisgünstige Gruppenfahrten waren bei den Schulen und Vereinen beliebt. Aus Zörbig ist gerade die vollbesetzte Ferkeltaxe im Haltepunkt Grube Antonie angekommen. Nach der "bedrängnisvollen" Fahrt müssen sich die Teilnehmer erst aber einmal erholen.


Unterschriftenaktion erfolgreich abgeschlossen

Im August 2003 führte Pro Bahn entlang der Bahnstrecke ein Unterschriftensammlung zum Streckenerhalt der Bahnstrecke Bitterfeld - Stumsdorf durch. Am Erfolg der über 1.100 gesammelten Unterschriften erkannte man, wie wichtig und bedeutend die "Saftbahn" für die Anwohner ist. Die Sammlung überreichte man dem Magdeburger Verkehrsministerium, die an ihren Abbestellungsplänen aber festhielt.

In den Sommermonaten wurde die Bahn auch gern von Badelustigen benutzt. Leider fehlte ein Haltepunkt am Sandersdorfer Strandbad, sodass ein 500m weiter Fußmarschnötig wird. Am 03.08.02 hat gerade die RB 37484 im Bahnhof Sandersdorf gehalten.

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In den Sommermonaten wurde die Bahn auch gern von Badelustigen benutzt. Leider fehlte ein Haltepunkt am Sandersdorfer Strandbad, sodass ein 500m weiter Fußmarschnötig wird. Am 03.08.02 hat gerade die RB 37484 im Bahnhof Sandersdorf gehalten.


Bahnstrecke verliert Schienenpersonennahverkehr

Unbeeindruckt von den zahlreichen Protesten , Schreiben und Unterschriftensammlungen, reagierte das Magdeburger Verkehrsministerium nicht auf diese Aktionen. Der Zugverkehr wurde zum 29.09.2002 vorerst eingestellt. Aufgrund der vielen ungeklärten und ausstehenden Gesprächen, wird an dem Konzept der SachsenBahn AG festgehalten. Die Anliegergemeinden, Fahrgäste und Bürger wollen das Eisenbahnunternehmen dabei unterstützen.

Hunderte Anwohner und Gäste kamen und nahmen vom Zug mit einer Mitfahrt oder Foto- Filmaufnahme Abschied.

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Hunderte Anwohner und Gäste kamen und nahmen vom Zug mit einer Mitfahrt oder Foto- Filmaufnahme Abschied.
 

Der Trauerbehang kündigte es an. Die letzte Betriebsstunde schlug. Im Bahnhof Bitterfeld stand der 772 179 Abfahrbereit zur letzten Fahrt in Richtung Stumsdorf.

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Der Trauerbehang kündigte es an. Die letzte Betriebsstunde schlug. Im Bahnhof Bitterfeld stand der 772 179 Abfahrbereit zur letzten Fahrt in Richtung Stumsdorf.



Deutsche Bahn schreibt Streckeninfrastruktur aus


Strecke Bitterfeld - Stumsdorf
[Stand der Erhebung: 08/2002]


Strecke:
Eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn

Länge:
19,7 km

Land:
Sachsen-Anhalt

Kreis:
Kreis Bitterfeld

Streckennutzung:
24 Reisezüge (bis Sept. 2002), keine Güterzüge

Zulässige Höchstgeschwindigkeit:
50 km/h

Streckenklasse:
CM 4

Radsatzlast:
21 t

Meterlast:
8 t/m

Geschwindigkeitsbeschränkungen:
20 km/h abschnittsweise wg. Oberbauzustand, stellenweise
Einschränkungen an Bahnübergängen


Jährliche Einnahmen aus Trassennutzung:
rd. 587.500 EUR


Jährliche Kosten für die Vorhaltung der Strecke (Standard DB Netz AG):
rd. 612.000 EUR


Investitionen in den nächsten fünf Jahren (Standard DB Netz AG):
rd. 9.700.000 EUR,
davon:
7.000.000 EUR für Gleiserneuerung
2.700.000 EUR f Sanierung Bahnübergänge

Betriebswirtschaftliche Bewertung:
Nachdem im September 2002 der Personenzugverkehr wegen mangelnder Verkehrsnachfrage eingestellt wird, stehen den jährlichen Vorhaltungskosten von rd. 612.000 EUR (Standard DB Netz AG) keine Einnahmen mehr gegenüber. Die Strecke ist daher von der DB Netz AG nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben; außerdem sind in den nächsten Jahren hohe Investitionen für die Bahnübergangssicherungstechnik sowie für die Oberbausanierung der gesamten Strecke zu erwarten sind.

Interessenten, die als Eisenbahninfrastrukturunternehmen die Strecke ohne zeitliche Unterbrechung übernehmen und für den öffentlichen Verkehr in eigener Verantwortung weiter betreiben wollen, können bis spätestens 16.11.2002 ein Angebot bei folgender Adresse anfordern:


DB Netz AG
Niederlassung Südost
Regionalnetz Burgenland-Mittelelbe
Augustastraße 3
06108 Halle (Saale)


Streckenausschreibung der Deutschen Bahn AG. Wer die Schieneninfrastruktur übernehmen wollte, konnte sich bei der Bahn bewerben.


Nach Brückenbaustop wird weitergebaut

Durch den Neubau der Bundesstraße 183 sahen Planungen vor, eine Straßenbrücke über die "Saftbahn" bei Sandersdorf zu bauen. Da das Land in der Bauphase die Bahnstrecke abbestellte und man das "unsinnige" Projekt in Frage stellte, verhängte das Landesverkehrsministerium am 14.10.2002 einen kurzfristigen Baustop. Das Land wollte erst die Ausschreibung der Bahnstrecke abwarten, um danach zu entscheiden ob der Brückenbau weiter gerechtfertigt ist oder nicht. Da sich aber drei Eisenbahnunternehmen bei der Deutschen Bahn AG beworben hatten und der Zeitdruck für das pünktliche Fertigstellen der Ortsumgehung in Gefahr war, konnte die rund 620.000 Euro teure Brücke fertiggestellt und für den Straßenverkehr am 01.09.2003 freigegeben werden.

Glückliche Umstände nach der Streckenausschreibung. Die Straßenbrücke über die "Saftbahn" wurde im September 2003 fertiggestellt.

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Glückliche Umstände nach der Streckenausschreibung. Die Straßenbrücke über die "Saftbahn" wurde im September 2003 fertiggestellt.


Bestrebungen zur Streckenreaktivierung verkünden positive Zukunft

Die Unternehmensgruppe Sauter, die bereits Biodiesel im Chemiepark Bitterfeld herstellt, errichtet mit ihrem neuen Produkt "Bio Ethanol" eine neue Anlage im Gewerbepark in Zörbig. Bio-Ethanol wird aus Getreide gewonnen und dient als Kraftstoffzusatz für Vergasermotoren. Die Firma Sauter will in das Werk zwischen 30 und 35 Millionen Euro investieren und 50 Arbeitskräfte beschäftigen. Sie sollen in der Anfangsphase aus 50.000 Tonnen Getreide pro Jahr 25.000 Tonnen Bio-Alkohol herstellen. Der müsse mit Zusatzstoffen aufbereitet werden, so dass ebenfalls 50.000 Tonnen im Jahr heraus kämen. In der Endphase soll das Aufkommen auf der Schiene ca. 300.000 Tonnen im Jahr liegen.

Die Investition kommt damit nicht nur der Stadt Zörbig zugute, sondern auch der Bahnstrecke Bitterfeld - Stumsdorf. Aufgrund des günstigen Unternehmensstandortes, bevorzugt Sauter den Transport mit der Bahn.

Im März 2003 starteten die Vorarbeiten für das neue Werk und im Juli 2003 bekam das Unternehmen auch die Baugenehmigung vom Regierungspräsidium Dessau.

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Neben der bestehenden Bahnstrecke Zörbig - Großzöberitz, entsteht die neue Bio-Ethanol Anlage der Firma Sauter. Planungen sehen auch Gleisanlagen vor, die hier rechts abgehen sollen.


Eisenbahnunternehmen an Bahnstrecke interessiert

Ingesamt drei private Eisenbahnunternehmen haben sich für die Schieneninfrastruktur bei der Bahntochter -DB Netz beworben.

Die Bewerber Regiobahn Bitterfeld (Connex-Tochter), Leipziger SachsenBahn und die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) erhoffen sich durch die Streckenübernahme, ihr Geschäftsfeld im Personen- oder Güterverkehr zu vergrößern. Die SachsenBahn zieht zum Beispiel in Erwägung, die Züge aus ihrem Leipziger S-Bahn Konzept über Bitterfeld bis nach Stumsdorf zu verlängern.

Wer den Zuschlag für die Infrastrukturübernahme erhält, soll sich im September 2003 entscheiden. Von allen drei Bewerbern wird ein Streckenpacht angestrebt.

Analyse der Personen- und Güterpotentiale

Im Vorfeld der möglichen Streckenprivatisierung, analysierte PRO Bahn die Potentiale des Personen- und Güterverkehrs. Durch Befragungen mit ortsansässigen Unternehmen und Firmengruppen stellte sich heraus, dass der Bahnstrecke womöglich mehr Güterverkehr beschert werden kann, als bislang angenommen. PRO Bahn sieht im Güterverkehr auch die Chance, den Personenverkehr wieder zu beleben. Weitere interessierte Güterkunden befinden sich in Sandersdorf und Niemberg.

Eisenbahnunternehmen an Bahnstrecke interessiert

Nachdem die Schieneninfrastruktur zwischen August und November 2003 ausgeschrieben war, meldete die Regiobahn Bitterfeld, Leipziger SachsenBahn und Deutsche Regionaleisenbahn ihr Interesse an der Bahnstrecke.

Im Mai 2003 bekamen die drei Übernahmeinteressenten ein Pachtangebot, jedoch zogen sich aufgrund der hohen Übernahmebedingungen im verlaufe der Zeit zurück.

Kommunen, Land und Landkreis wollen "Saftbahn" erhalten

Durch die gescheiterten Übernahmegespräche zwischen der Deutschen Bahn AG und den privaten Eisenbahnunternehmen, hält DB Netz das Stilllegungsverfahren weiter aufrecht, um die weiteren Instandhaltungsmaßnahmen zu entgehen. Da die Kommunen, das Land Sachsen-Anhalt und der Landkreis Bitterfeld die Infrastruktur erhalten wollen, hat DB Netz angekündigt, auch nach dem Stillegungsverfahren die Gespräche mit den Städten und Gemeinden für eine kommunale Streckenübernahme weiter zu führen. Die Bahn AG gibt der Trägerschaft eine Frist bis zum 31.06.2004. Bis zu diesem Zeitpunkt soll die Bahnstrecke bestehen und nicht abgebaut werden.

Allgegenwärtig laufen Prüfungen, ob eine Trägerschaft die Bahnstrecke übernehmen und vor der endgültigen Stilllegung retten kann.

MZ Bitterfeld

Mitteldeutsche Zeitung Bitterfeld, Ausgabe 06.05.2004

Foto: Mitteldeutsche Zeitung Bitterfeld, Ausgabe 06.05.2004


Zörbiger Infrastrukturgesellschaft pachtet und betreibt Schieneninfrastruktur

Gespräche zwischen Wirtschaftsminister Rehberger und der Stadt Zörbig folgten, denn die Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co KG, die im September 2004 ihre Bioethanolanlage in Betrieb nahm, meldete starkes Interesse am Verkehrsträger Schiene an. Die Großkunden forderten die Anlieferung des Ethanols durch die Bahn. Da nur kommunale Interessen gefördert werden konnten, drohte die Scheiterung des Vorhabens durch eine private Betreibergesellschaft. Nun stieg die Stadt Zörbig selbst ins Boot, denn massive Verkehrsprobleme würden für die Stadt auftreten, wenn alles über die Straße transportiert werden müsste. Im November 2004 beschloss der Zörbiger Stadtrat die Gründung der "Zörbiger Infrastrukturgesellschaft mbH" (ZIG). Am 1. Dezember 2005 wurde die ZIG, als 100%ige Tochter der Stadt Zörbig gegründet und einen Tag später in das Handelsregister eingetragen. Am 15. Dezember 2004 genehmigte das Landesverkehrsministerium die Betreibung der Bahnstrecke.
Mit der Streckenübernahme zum 1. Januar 2005 schloss die ZIG mit der DB Netz einen 20jährigen Pachtvertrag, für den Abschnitt zwischen Grube Antonie und Stumsdorf ab. Ein Gütergleis der Bahn AG wird zwischen Grube Antonie und dem Bitterfelder Güterbahnhof genutzt. Erste Aufgabe der ZIG ist es nun die Infrastruktur des Gleises als "Anschlussbahn" zu ertüchtigen. Ein beauftragtes Ingenieurbüro, legte dafür die notwendigen Arbeiten fest. Im ersten Schritt sollen die Gewerbegebiete in Zörbig und Heideloh an das Schienennetz bis Mai 2005 eingebunden werden. In Sandersdorf erfolgt der Rückbau von maroden uns nicht mehr benötigten Weichen, da sie für schwere Güterzüge nicht mehr befahrbar wären. Über das Jahr 2005 kann die "Saftbahn" nur provisorisch befahren werden, da der Ausbau parallel zum Bahnverkehr erfolgt. Der erste Zug soll so schnell wie möglich rollen, um die Streckenwirtschaftlichkeit nicht zu gefährden und der Transportnachfrage auf der Schiene gerecht zu werden.

- Fortsetzung folgt -